Predigen, um zu erretten

Biblische Prediger verkünden Buße:

Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; (Apostelgeschichte 2,38)

Wann fängt die Errettung an?

Was können wir Prediger tun, damit unsere Zuhörer errettet werden?

Was macht die Verkünung des Kreuzes so wichtig für die Erlösung?

Errettung bedeutet, mit Jesus bis zum letzten Tag auf den Schmalen Pfad zu wandern und mit ihm zu sterben. Dieses Wandern fängt mit den Schritt an, durch die Enge Pforte zu gehen. (Mt 7,13-14)

In diesem Kapitel geht es darum, Predigen mit dem Ziel, die Menschen einzuladen, durch die enge Pforte zu gehen, die nicht-erreteten mit dem Evangelium zu erreichen.

Evangelistische Predigt

Das Hauptziel der evangelistischen Predigt besteht darin, die Zuhörer zu einer persönlichen Begegnung mit Jesus Christus zu führen, damit sie an die Heilsbotschaft glauben und ihre Sünden bereuen. Wir tun dies, indem wir die Botschaft klar, überzeugend und leidenschaftlich präsentieren, in der Hoffnung, dass der Heilige Geist unsere Worte nutzen wird, um Leben zu verändern.

Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? (Römer 10,14-15)

Aus diesen Text erkennen wir die Bedeutung, dass ein Verkündiger die Errettung anbietet und dabei ein Stück Verantwortung für die Bekehrung der Sünder trägt.

Bekehrung ist das Werk des Heiligen Geistes, aber der Prediger hat die Verantwortung, das Evangelium klar, überzeugt und leidenschaftlich zu präsentieren und darauf zu vertrauen, dass Gott die Botschaft nutzen wird, um Herzen zu verwandeln. (Joh 6,44)

Evangelistische Predigt muss die Zuhörer zur Umkehr (Sinn- und Herzensänderung) und zum Glauben an Jesus Christus aufrufen. Wahre Bekehrung erfordert dass jemand die eigene Sünde erkennt und den in ihm den Wunsch nach Veränderung geweckt wird und das Vertrauen auf Christus als Retter richtet.

Evangelistische Predigt im N.T.

Zu den Zeiten des N.T.s haben die ersten Christen Menschen zum Glauben gerufen und neue Gemeinden gegründet. Welche Argumente und Methoden haben sie dabei benutzt? Charles Dodd hat eine Zusammenfassung erstellt, wie die biblischen Verkünder ihre Predigt strukturierten:

– Die Erfüllung der Verheissungen Gottes des A.T.s.

– Jesus, sein Wesen und sein Dienst, als Erfüllung der Verheissungen.

– Sein Tod als erlösungsakt.

– Seine Auferstehung als Nachweis, er war der Messias und sein Sieg über Sünde und Tod.

– Die Einladung zur Sündenreue und Glaube und damit verbundene Verheissung auf Vergebung und ewiges Leben.

Auch heute, können wir diese Struktur nutzen. Wir können sie anwenden, wenn wir die Prinzipien verstehen, auf die sie aufbaut.

Verkünde das Kreuz

Der Apostel Paulus lehrt uns vieles über das Thema Verkündigung im folgenden Text:

So bin auch ich, meine Brüder, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten. (1. Korinther 2,1-2)

Einige Wahrheiten die wir entnehmen, sind:

– Die Botschaft die Paulus verkündete, war evangelistisch.

– Die Botschaft einer evangelistischen Predigt ist, Christi Person und sein Opfer. Das Kreuz Christi offenbart das göttliche Gericht über die menschliche Sünde, verkündet göttliche Gerechtigkeit und zeigt die göttliche Liebe. Heute können wir uns kaum vorstellen, was die Botschaft des gekreuzigten Jesus für damalige Menschen, Juden und Griechen, bedeutete. Es war für die ersten Verkünder eine immense Versuchung, das Kreuz im Hintergrund zu halten. Wir erkennen wie mutig Paulus war, dies im Zentrum seiner Lehre zu stellen. Das Kreuz ist ein Stolperstein für den Religiösen und rationalistischen, dennoch ist es die Kraft Gottes zur Errettung. Es kann in unserer Predigt niemals ein Pfingsten geben, solange nicht auch ein Golgatha darin enthalten ist.

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; (1. Korinther 1,18)

– Die Pflicht des christlichen Predigers besteht nicht darin, die Menschen moralisch zu verbessern, sondern sie zur Umkehr rufen und sich unter der Herrschaft Gottes zu stellel.

– Nur wenn Jesus Christus der Inhalt unserer Botschaft ist, ist die Verkündigung auch mächtig und evangelistisch. Einige fassen das Werk des John Wesley mit dem Ausdruck zusammengefasst, „Er hat Christus dem Volk angeboten“.

– Wenn wir Christus verkündigen, können wir auch sicher sein, dass die Kraft des Heiligen Geistes uns bebrauchen wird.

Wie das Kreuz verkünden?

1 – Auf das Problem der Sünde hinweisen

Die Bibel lehrt, dass wir alle Sünder sind und dass die Sünde uns von Gott trennt. Damit die Zuhörer die Notwendigkeit der Erlösung erkennen, ist es notwendig, das Problem der Sünde zu erklären.

2 – Auf die Lösung hinwesen

Der zentrale Punkt des Evangeliums ist die Lösung des Sündenproblems: der Tod und die Auferstehung Jesu. Das Erlösungswerk Christi am Kreuz und das Angebot der Vergebung und des neuen Lebens zu erklären, ist ein grundlegender Aspekt jeder evangelistischen Verkündigung.

3 – Zu Sündenreue und Bekehrung aufrufen

Die evangelistische Verkündigung endet mit einem klaren Aufruf zur Buße und zum Glauben. Der Prediger lädt die Zuhörer ein, eine Entscheidung für die Nachfolge Christi zu treffen, indem er ein Gebet der Hingabe oder eine Gelegenheit anbietet, auf die Heilsbotschaft zu antworten.

Auf das neue Leben hinwesen

Bei der Sündenreue und Bekhrung geht es um im erster Linie um das ewige Schicksal. Dazu kommt, das neue geistliche Leben, was Jesus schenkt, denen die ihn haben und nachfolgen.

Tipps, wie wir die Predigt
evangelistisch gestalten

Sei klar und einfach

Evangelistische Verkündung sollte leicht verständlich sein. Deswegen, meide komplizierte theologische Begreiffe und bemühe dich, das Evangelium in einer einfachen und direkten Weise auszulegen.

Nutze Zeugnisse

Über die eigene Bekehrung zu erzählen ist ein Weg, zu zeigen, wie das Evangelium Leben verändert und es dient gleichzeitig dazu, die Zuhörer in einer emotionalen und konkreten Art zu verbinden.

Praxis-nahe

Lege das Evangelium in einer weise aus, dass es für das Leben der Zuhörer relevant sei, Sinn ergibt, an den Umstände und Herausforderungen deiner Zuhörer anwendbar. Frage dich selbst, „welche sind die schwersten Fragen und Kämpe die meine Zuhörer durchmachen? Kann das Evangelium diesen Fragen eine Lösung bieten?

Lassen Sie sich vom Heiligen Geist leiten

Der Heilige Geist überzeugt die Herzen von Sünde und Wahrheit. Habe den Mut flexibel zu sein und dem Geist zu gehorchen, während der Predigt.

Fordere zu einer klaren Entscheidung heraus

Am Ende der Predigt, lade sie klar und deutlich ein, Stellung zu nehmen. Man kann sie einladen, ein Buße-Gebet zu sprechen, eine Einladung Jesus als Herr und Heiland zu folgen.

Beten

Entweder kollektiv oder einzeln, leite sie zur Sündenreue, ihre Sünden und Fehler zu bekennen und bereuen und Jesus zu empfangen als persöhnlicher Erretter.

Nacharbeiten

1) Warum ist es notwendig, in einer evangelistischen Art und Weise zu predigen?

2) Haben die Menschen sich bekehrt, weil Paulus eine hevorragende Rede gehalten hat?

3) Welches Thema sollen wir betonen, um die Kraft des Heiligen Geistes in der Predigt zu haben?